Martina Stahl Kreisrätin Freie Wähler Geislingen

Martina Stahl
Kreisrätin
Freie Wähler Geislingen

Reiner Strehle Ortsvorsteher Waldhausen Freie Wähler Geislingen

Reiner Strehle
Ortsvorsteher Waldhausen
Freie Wähler Geislingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor | Oliver Schendzielorz | hel | Quelle Artikel Geislinger Zeitung vom 23. Juni 2014

Alle Glückwünsche, die Reiner Strehle, Kandidat der Freien Wähler im Wahlkreis Geislingen, in den vergangenen Wochen nach dem Urnengang entgegen genommen hat, waren verfrüht. 

Statt Reiner Strehle sitzt jetzt nun Martina Stahl im Kreistag.

Seit zehn Jahren ist Manfred Gottwald im Göppinger Landratsamt für die Organisation von Wahlen zuständig.

Doch einen solchen Vorgang hat er noch nie erlebt: Die Prüfung der Kreistagswahl hat dazu geführt, dass zwei Kandidaten, die nach dem vorläufigen Ergebnis am 25. Mai in das Kreisparlament eingezogen waren, nun doch nicht dabei sind.

Das teilte das Landratsamt mit, wo am 23. Juni  der öffentlich tagende Kreiswahlausschuss das endgültige Ergebnis der Kreistagswahl beschlossen hatte.

Was war da passiert?

Gottwald erklärt: „Wie bei jeder Wahl üblich, mussten einzelne Beschlüsse der Wahlvorstände nachträglich korrigiert werden.

Auch rechnerische Berichtigungen mussten vorgenommen werden.

In aller Regel führt dies nicht zu Veränderungen in der Sitzzuteilung.

Dieses Mal war es anders – zwei Sitze mussten neu vergeben werden.

Der Grund: Da die Stimmenergebnisse bei der Kreistagswahl am 25. Mai sehr eng beieinander lagen, hatten die Korrekturen gravierendere Auswirkungen als sonst üblich.

Im Wahlkreis Geislingen erklärte der Kreiswahlausschuss einige Stimmzettel nachträglich für gültig, die der jeweilige Wahlvorstand als ungültig bewertet hatte.

Nach Gottwalds Worten handelte es sich dabei „um leer abgegebene Einzelstimmzettel einer Partei, beziehungsweise Wählervereinigung, bei denen die Wahlvorstände keine gültige Stimmabgabe gesehen hatten“.

Das war der erste Fehler, denn das Kommunalwahlrecht sehe „durch das bewusste Abtrennen eines Einzelstimmzettels den Wählerwillen als erkennbar an“.

Zudem sei eine Zählliste elektronisch nicht freigegeben worden.

Das war der zweite Fehler.

In der Summe hat dies dazu geführt, dass bei den Freien Wählern im Wahlkreis Geislingen anstelle von Reiner Strehle nun Martina Stahl dem Kreistag angehören wird.

Gottwald erklärt auch, weshalb die Prüfung des Wahlergebnisses bis Ende Juni gedauert hat.

Man habe nach dem Super-Wahlsonntag Ende Mai – in der Reihe der vorgeschriebenen Auszählung – eine Wahl nach der anderen überprüft: zuerst die Europawahl, dann die Regionalwahl und erst dann die Kreistagswahl.

Dies habe zu der Verzögerung geführt.

An der Sitzverteilung auf die einzelnen Parteien und Wählervereinigungen im Kreistag hat sich durch die Korrekturen allerdings nichts geändert: Die CDU erreichte 23 Sitze, die Freien Wähler 14, die SPD zwölf, die Grünen neun, die FDP vier und die Linke einen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 46,9 Prozent. Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags findet nach den Sommerferien – am 26. September – statt.

 


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    • 26.05.2019
    Kommunalwahl 2019 | Freie Wähler wählen