Frage von Herrn Wilfried Scheu über www.abgeordnetenwatch.de

Die Antworten von Roland Funk sind in blau und von Oliver Schendzielorz in rot.

Verkaufsoffener Sonntag in Geislingen 2006

Die Fussgängerzone in Geislingen an einem verkaufsoffenen Sonntag im Jahre 2006.
Die Belebung der oberen Stadt ist das Ziel der Arbeitsgruppen der „Mach5-Veranstaltung“
Bild | www.5sternegeschaefte.de

 

Hallo Herr Funk!

Bei der Aktion „Mach 5“ wurden einige interessante Vorschläge speziell zur Attraktivitätssteigerung der Stadt gemacht. Ich habe einige ausgewählt und möchte Sie befragen, was Sie davon halten:

Hallo Herr Scheu,
nachdem ich nicht alles selber in der Fraktion erledige, anbei die Stellungnahme meines Kollegen Schendzielorz zu den Fragen, ergänzend zu meiner Beantwortung.

Sehr geehrter Herr Scheu,

Da ich die Veranstaltung besucht und aktiv mitgearbeitet habe, selbst in der oberen Stadt arbeite und wohne, hat mich Herr Funk gebeten, Ihre Fragen zu beantworten.

1) Busverbindung zwischen den Einkaufszentren. Ein Kleinbus könnte die Einkaufszentren Sternplatz, Nel-Mezzo, Fabrikverkäufe und Fußgängerzone in angemessenem Takt und Preis miteinander verbinden.

Finde ich gut.

Generell eine sehr gute Idee, aber da der ÖPNV Kreissache ist, muss hierfür eine neue Buslinie geschaffen werden, was natürlich in keinem Kostenverhältnis steht. Eher ist es realistisch eine bereits vorhandene Buslinie zu optimieren.

2) B 10 als Einbahnstraße vom Sternplatz bis zum Nel-Mezzo mit einer freundlicheren Gestaltung für den Einkaufsbummel. Führung des von oben kommenden Verkehrs auf die Werkstraße – Eybacher Straße – Rheinlandstraße bis zur Kreuzung Oberböhringer Str. So würde die Verkehrsbelastung auch gerechter verteilt werden bis die Umgehungsstraße einmal fertig gestellt ist.

Das erscheint mir sehr unrealistisch und angesichts des Verkehrsaufkommens nicht tragfähig, da der enorme Verkehr auf der B10 auf noch mehr Strassen und den daraus resultierenden Begleiterscheinungen wie Lärm, Abgase etc. verteilt wird. Dann haben wir quasi 2 B10-Stücke, die Geislingen dann vierteilen.

Ausserdem geht es hier um die Fussgängerzone und nicht um die Verknüpfung unserer 3 Zentren.

3) Schnellere Realisierung des B 10 – Tunnels durch Privatisierung. 2 € Maut wären vielleicht ein angemessener Preis für eine Ersparung der Geislinger Ortsdurchfahrt, die länger ist und dann auch verkehrsberuhigt sein könnte. Z.B. in Landeck/Tirol wurde dies schon so ähnlich realisiert.

Alle Ideen und Lösungen zur Verkehrs-Entlastung in Geislingen sind willkommen und zu prüfen. Aber da auch der A8-Albaufstieg ab Mühlhausen mit Maut weder von Bundesseite, noch privat realisiert wurde, ist es doch sehr utopisch das die B10 schneller realisiert wird als die A8.

4) Fußgängerzone: Die Jugend sehnt sich nach Ansiedlung einer H&M-Filiale um preiswert und modisch einkaufen zu können. Was sind Ihre Ideen zur Belebung?

Wie Sie ja bereits in der GZ ausführlich nachlesen konnten, sind unheimlich viel Ideen von den Teilnehmern erfasst worden und werden nach den Pfingstferien dann von den bereits schon gebildeten Arbeitsgruppen in Angriff genommen.

Ich übrigens, werde bei der Stadtmarketing-Gruppe mich einbringen und durch die Realisierung eines Stadtmarketing-Vereins mit einer engen Verzahnung in die Stadtverwaltung die Außendarstellung unserer Stadt über das Internet und weiteren Medien realisieren.

Noch einen Abschlusssatz von mir: Unsere Stadt wird von außen besser wahrgenommen, als die Geislinger sich selber sehen. Hier ist der erste Hebel anzusetzen, um von außen die Leute in unsere schöne Stadt zu bringen.

Übrigens vielen Dank für die Beantwortung meiner letzen Anfrage. Das geht in Ordnung so, diese Meinung kann und darf man natürlich haben.

Ich glaube aber, ohne eine Attraktivitätssteigerung der Stadt werden wir immer Einnahmen-Probleme haben um Pflichtaufgaben zu erledigen. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, müssen wir kreativer sein und auch mal Geld in die Hand nehmen.

Vielen Dank für die Beantwortung in Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

W. Scheu

Das haben Sie wunderschön erkannt und beschrieben, genau das ist die Richtung, die eingeschlagen werden muss. Eine sinnvolle Ausgabe des im Moment noch nicht vorhandenen Geldes, versteht sich ja von selbst.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Schendzielorz

zu 2), 3), 4): Die Mittel für den Weiterbau sind im Finanzplan enthalten. Allerdings muss darüber erneut im Haushaltsplan entschieden werden, insoweit haben Sie schon recht.

Wie wäre es denn das nächste Mal selbst zu kandidieren auf einer Liste ihrer Wahl? Kreative Leute sind gefragt!!!

Mit freundlichem Gruß

Roland Funk


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    • 26.05.2019
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